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1. 7.2010

Durchbruch für Bio-Kraftwerk in Bad Mergentheim

Die lange Auseinandersetzung um das vom Stadtwerk Tauberfranken geplante Hackschnitzelheizkraftwerk steht vor einem positiven Ende, die Anlage soll nun südlich Bundesstraße 290 entstehen ...

 

Als Ergebnis des Gutachtens zu möglichen Standorten des Hackschnitzelheizkraftwerks kann das Stadtwerk Tauberfranken einen bereits mit dem Aufsichtsrat, dem Gemeinderat und der Bürgerinitiative abgestimmten neuen Standort präsentieren.

Die Hackschnitzelanlage soll in einer Senke südlich der Bundesstraße 290 gebaut werden und verkehrstechnisch an die neue Südumgehung angeschlossen werden. "Wir haben unser Wort gegeben, Alternativen auf Herz und Nieren zu prüfen", sieht Geschäftsführer Paul Gehrig das Versprechen des Energieversorgers erfüllt, nach einer wirtschaftlich vertretbaren und für die Bürger bei der Standortfrage weniger strittigen Alternative zu suchen.

Neben den Gesamtkosten, die je nach Standort zwischen 16,4 Millionen und 19 Millionen Euro betragen sollten, wurden weitere Faktoren wie ökologische Gesichtspunkte, Auswirkungen auf das Landschaftsbild, Verkehrserschließung oder auch die Frage der Eigentumsverhältnisse bei Grund und Boden untersucht.

Zwar ist der Standort Au nach Meinung der Gutachter von der Kostenseite her nicht zu unterbieten, dafür sammelt der Standort an der Südumgehung bei den anderen Faktoren Pluspunkte. Der neue Standort ist obendrein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nach der Au die zweitbeste Variante. Die Kosten für das Projekt sollen sich auf 17,5 Millionen Euro belaufen. Als Baubeginn fasst die Geschäftsführung des Stadtwerks 2010 ins Auge.